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Schweden 12. - 25. April 2014

=> Bericht von Luca unterwegs mit Freunden und Fischerhaken.ch - Tackle

Rolle: Aikelen

Schnur: 16er geflochten

Köder: Spinnerbait

 

Am Samstagabend dem 12.04.2014 machten wir uns zu dritt mit einem bis unter das Dach beladene Auto richtung Norden auf. Wir wollten 2 Wochen nach Südschweden um zu fischen und die Natur geniessen. Wir waren mit dem Auto unterwegs und wollten einfach Spontan von See zu See fahren und mit dem Zelt dort übernachten wo’s uns gerade passte. Schlussendlich verliefen unsere Ferien dann aber doch etwas anders als Geplant.

Über die Autobahn ging es nach Lörrach, an der Grenze zu Basel, um unser Auto zu verladen. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir auf dem Zug und konnten endlich auf unsere Ferien anstossen.

Nach einer mehr oder weniger beschissenen Nacht kamen wir in Hamburg Altona an, und machten uns nach mehreren hundert Kaffees auf den Weg nach Rostock. Wir hatten keine Ahnung wo unsere Fähre fuhr und wir wussten auch noch nicht wohin es genau gehen sollte. Nachdem wir nach mehreren falschen Fähren (eine fuhr z.B. etwa 10min. auf eine kleine Insel nebenan ^^) die richtige Anlagestelle gefunden hatten, entschieden wir uns für die halb so teure, dafür sechsstündige Fahrt mit direkter Ankunft in Trelleborg. Wir hatten Glück und erwischten das Schiff gerade noch. Die Fahrt zog sich lange hin. Dazu war es relativ stürmisch was die Überfahrt nicht wirklich angenehmer machte.

Doch endlich, nach sechs Stunden schaukeln, kamen wir endlich um ca. 21 Uhr in Trelleborg an. Es war bereits dunkel und wir fuhren einfach mal unserer Nase nach. Irgendwo in einem stockfinsteren Wald schlugen wir unser Zelt auf. Überall blitzten Augen auf, wenn man hinein leuchtete und man hörte überall Tiere.

Am nächsten Morgen war es richtig heftig am regnen. Das erste mal aber sahen wir die wunderschöne Natur in Schweden und uns wurde bewusst, dass wir endlich angekommen sind. Alles war voller Moos, das man förmlich riechen konnte. Überall hörte man Frösche und Vögel. Eichhörnchen und Rehe waren unterwegs und taten als sähen sie uns gar nicht. Es war wie in einem Bilderbuch.

Nach dem Kaffee bauten wir unser Zelt ab und machten uns auf den weg nach Malmö. Nach einem Kurzen Besuch im „Fiskedags“ Shop, einer Parkbusse und schlechtem Frühstück fuhren wir weiter und suchten einen See an dem wir zelten konnten. Schlussendlich fanden wir einen Platz am Ringsjön. In einem kleinen Naturschutzgebiet schlugen wir unser Zelt auf. Natürlich fingen wir kurz nachdem wir angekommen waren an zu fischen. Nach kurzer Zeit zogen wir auch schon unseren ersten Hecht aus einer kleinen Bucht an Land. Er kämpfte wie verrückt und so sah er auch aus. Er wurde wohl schon mehrmals von anderen Tieren angegriffen. Gegen Abend wurde es dann auch endlich schöner und wir konnten unseren Hecht grillieren. Aus irgendeinem Grund war er aber zäh wie ein Stück Leder und man konnte ihn kaum geniessen. Etwas niedergeschlagen gingen wir schlafen und beendeten unseren ersten Tag in Schweden.

Am nächsten Tag war das Wetter etwas besser. Aber in der Nacht war es schweinekalt. Alle Einheimischen die an uns vorbei kamen sprachen uns an, ob uns denn bewusst sei dass es erst April sei. ^^ Wir fragten uns tatsächlich ob uns das wirklich bewusst war. Es hatte aber auch was Positives, das Bier blieb kalt, was für ein Segen. :D Gleich in der Nähe unseres Zeltplatzes war noch ein anderer, kleiner See den wir uns mal näher anschauen wollten. Überall waren Enten, Schwäne und Reiher.

Erster Wurf, 3 mal kurbeln und Biss. Zweiter Wurf, 5 mal kurbeln und biss. Dieser Tümpel war einfach unglaublich, fast bei jedem Wurf hatte man einen Hecht am Haken. Genau so haben wir uns Schweden vorgestellt.

Wir hatten auch ein aufblasbares Kanu dabei, das allerdings ein paar Löcher aufwies, so dass man nicht all zu lange auf dem Wasser bleiben konnte. ^^ Das Wetter wurde allerdings auch langsam immer besser und endlich konnten wir es auch so richtig geniessen.

 

 

Köder: Tiroler

Haken offen

Haken Drilling

 

 

Nach einer, wie von einem Einheimischen behauptet wurde, bis zu -7°C kalten Nacht, wollten wir weiterziehen. Wie sich später herausstellte, war das keine gute Idee da wir ums verrecken keinen geeigneten Platz mehr zum übernachten finden konnten. Es hat den ganzen lieben, langen Tag gestürmt, eine eisige Biese brachte uns fast zum erfrieren. Als es schlussendlich anfing zu dämmern, beschlossen wir die Nacht in einer Jugi in der nähe von Ljungby zu verbringen. Als erstes ging mal jeder eine Stunde unter die heisse Dusche und dann wurde gegessen was das zeug hielt.

 

Am nächsten Tag waren wir wieder motiviert und man sagte uns, dass es am Bolmen Wetterschutzhütten gibt, in denen man schlafen konnte. Also machten wir uns auf den weg, doch egal wo wir hinfuhren fanden wir nichts das auch nur in irgendeiner Art einer Hütte glich.

Während der Fahrt gab es noch 2 ‚riesa kläpf‘ am Auto. Hinten war es nur noch ca. 8 cm über dem Boden. Wie sich zu Hause dann herausstellte, sind nicht nur die Stossdämpfer, sondern auch gleich die Achsen durchgebrochen. Selbst der Mech fragte sich, wie wir es noch bis nach Hause geschafft haben. Ab jetzt flog also alles kreuz und quer durchs Auto bei jeder kleinsten Bodenwelle.

 

Man konnte sich fast nicht am See aufhalten, da man fast weg flog weil es so Stürmte. Irgendwann dann auf irgendeinem Hof, irgendwo am Bolmen, lachten wir uns schlapp (oder heulten wir? ^^)dass wir Vollidioten im April nach Schweden zelten gingen. Plötzlich kam ein Typ auf einem Quad angefahren und hielt knapp vor unserem Auto an. Er stieg ab, kam rüber und fragte uns was wir denn hier suchen würden. Wir erklärten ihm unsere Lage und auch er musste schmunzeln. Jaja, die dummen Schweizer die im April nach Schweden zelten gehen. Er zeichnete uns auf unsere Karte den Weg an einen kleineren See ein, an dem ein Camping sei und auf dem wir übernachten konnten.

Voller Hoffnung fuhren wir an den von ihm eingezeichneten Platz. Und da war ein kleiner Camping, direkt an einem wunderschönen See. Der Campingplatz gehörte zu einem Ort namens Jälluntofta. Bis auf ein paar Einheimische die wohl am Wochenende in ihre festen Wohnmobile kamen, war aber niemand zu sehen. Eine Nummer hing an der Tür und wir riefen an. Es stellte sich heraus, dass der Typ der uns hierher geführt hatte, der Mann der Besitzerin des Campings war. Irgendwie hatten wir die Schnauze voll vom Zelten (Ja ich weiss wir haben nicht wirklich lange gezeltet, trotzdem war es saukalt die ganze Zeit), also mieteten wir uns ein kleines, härziges, rotes Häusschen. Als wir alle in der wärme sassen, fing es wieder heftig an zu pissen und wir mussten über unser Glück lachen. Trotz des starken Regens gingen wir noch auf den Steg um ein bisschen zu fischen. Und siehe da die Egli bissen wie verrückt. Uns war egal, dass wir klatschnass waren, denn wir waren jetzt stolze Besitzer einer Schwedischen Villa, so kam es uns vor.

 

 

Die nächsten Tage wurden immer schöner und wärmer. Bis auf ein paar kurze Regenschauer war das Wetter toll und man konnte sogar die kurzen Hosen auspacken. Allerdings war es in den Nächten immernoch verdammt kalt, aber das kümmerte uns nicht mehr. Nun konnten wir unsere Ferien so richtig geniessen.

 

Wir mieteten uns ein Boot und fuhren mit dem Auto an andere Seen in der Umgebung. Einmal bekamen wir einen riesen Anschiss eines alten Bauers, da wir uns anscheinend auf seinem Grundstück befanden. Sein Nachbar, der das ganze mit ansah sagte uns, wir sollten besser nicht in seine nähe, da er ein „sehr, sehr böser Mann“ sei. Das war dann aber auch die einzige Begegnung mit einem unfreundlichen Schweden. Ansonsten waren alle extrem freundlich und jeder Grüsste uns. Ich lief ausversehen in einen Sumpf und versank bis zu den Knien, wir spielten Minigolf, rissen fast die Anhängerkupplung unseres Autos ab und nach der Sauna hat sich einer den Arsch aufgerissen, da er den See tiefer geschätzt hat als er es war ^^. Ein paar kleine Einblicke was es auch noch so gab in dieser Zeit, aber wenn ich alles erzählen würde wäre ich wohl ewig dran. Wie immer hatte ich meine Kamera natürlich in den besten Momenten nicht dabei >.<. Leider blieben auch die grossen Fangerfolge aus. Desshalb hier ein Entschuldigung dass es nicht viel über das fischen selbst zu lesen gibt.

 

Auch bei den Einheimischen Fischer und ein paar Deutschen die dort am Angeln waren blieb der Erfolg aus. Es war wohl einfach noch zu kalt, wie man uns sagte. Trozdem gab es fast jeden Tag Fisch. Einmal holte ich doch tatsächlich einen Hecht mit kleinen Steakfetzen an der Hegene raus. Auf Egli waren die weissen Gufis von Fischerhaken.ch die absolut besten Köder. Und da wir jetzt auch einen Backofen hatten konnten wir richtig geil kochen.

 

Irgendwann aber wollten wir wieder weiterziehen. Wir hatten wieder Lust auf Zivilisation, ob mans glaubt oder nicht. Das war eigentlich nicht unser Plan, aber wir mussten uns eingestehen, dass es wirklich eine dumme Idee ist, im April nach Schweden zelten gehen. Versteht mich nicht falsch, es war es allemal wert und es war auch traumhaft schön. Die unglaubliche Natur, die vielen Tiere, die einmaligen Landschaften und einfach die ganze Atmosphäre waren unglaublich. Aber wir waren wohl wirklich noch zu früh dran zum richtig fischen zu können.

Ab jetzt geht’s leider nicht mehr um Schweden oder ums fischen, aber ich kann auch Kopenhagen wirklich jedem als Reiseziel empfehlen. (Die schönen Frauen die es in Schweden habe wie uns gesagt wurde, und die wir wohl verpasst hatten, machte dann Kopenhagen wieder wett) ;)

Also packten wir zusammen und machten uns auf den Weg nach Kopenhagen. Mit gebrochener Achse und krass tiefergelegt war das wirklich eine Witzige fahrt, ausser für Maui, der hinten sitzen musste. :D Die Brücke von Malmö nach Kopenhagen ging auf einmal ins Meer und unterirdisch weiter, da schaut man zuerst schon bld aus der Wäsche, ich meine.. wo war die verdammte Brücke? ^^ In Kopenhagen übernachteten wir für 2 Nächte im Danhostel.

 

 

Wir schauten uns die Stadt an und ich besuchte zum zweiten mal die Freistadt Christiania (Muss man unbedingt gesehen haben). Als wir am ersten Abend mit einem Strassenmusikanten rumhingen, warfen die Leute Geld in meinen Rucksack der vor uns am Boden lag… so müssen wir also ausgesehen haben. ^^

 

Eine Nacht verbrachten wir dann noch in Hamburg. Wir schliefen zuoberst auf einem Parkhaus im Auto da wir kein Geld mehr hatten. Auf dem Dachgeschoss hatte es Penner und unten waren sie am Dealen. Zum Glück hatten wir noch Bier. ;) Am nächsten Tag ging es dann mit dem Autozug wieder zurück.

Die Zeit verging viel zu schnell und uns war klar, dass es ganz bestimmt nicht das letzte mal war, dass wir nach Schweden gegangen sind. Es ist ein wunderschönes und doch ziemlich hartes Land, besonders wenn es kalt ist. Wir mussten uns eingestehen das wie das doch ein wenig unterschätzt haben.

Ich möchte mich noch viel mal bei Tom von Fischerhaken.ch bedanken, dass er uns einen Rabatt für Schweden gegeben hat, und mich entschuldigen, dass wir nicht gerade viele

(1 Foto.. wie traurig, dafür mit Köder, Rolle und Schnur von ihm) Fotos unserer Fänge machen konnten.

 

Danke für die zwei geilen Wochen und auf ein Neues!

Luca

 

 

 


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